8 Milliarden - Realitäten
Wir leben in derselben Welt
und erleben sie dennoch auf unzählige Arten.
Was wir sehen, wahrnehmen und für wahr halten,
entsteht nicht unabhängig von unserem Inneren.
Erfahrungen, Erinnerungen und innere Zustände
wirken wie Filter, durch die sich Wirklichkeit formt.
Realitäten richtet den Blick auf diese Prozesse.
Nicht auf eine objektive Wahrheit,
sondern auf Wahrnehmung als etwas Subjektives, Bewegliches,
oft Ungesehenes.
Die Arbeiten zeigen keine festen Antworten.
Sie zeigen Blickrichtungen.
Blickfelder.
Annäherungen an das, was Wirklichkeit für jeden Einzelnen sein kann.
Blickfelder
Ein Blick ist nie neutral.
Er entsteht aus Nähe und Distanz,
aus dem, was wir kennen,
und dem, was wir übersehen.
Blickfelder bewegen sich in diesem Dazwischen.
Dort, wo Wahrnehmung nicht feststeht,
sondern sich verschiebt, überlagert, neu ordnet.
Es sind keine Bilder über das, was ist.
Sondern über das, was erscheint,
je nachdem, von wo aus wir schauen.
Manches tritt in den Vordergrund.
Anderes bleibt Rand, Fragment, Ahnung.
Nicht alles lässt sich fassen
und genau darin liegt seine Wahrheit.